Klimper, klimper: Wo Du ohne Verluste Dein Kleingeld loswerden kannst
- Redaktion

- 19. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. Aug.
Warum sich der Eintausch an den Automaten in den Supermärkten nicht lohnt
Wohin mit dem Kleingeld? Wer nimmt es überhaupt noch an? Kannst Du an der Kasse des Supermarkts unbegrenzt Deine Cent-Münzen loswerden? Oder beim Tanken? Es gibt Regeln, die aber weitgehend unbekannt sind. Sparfisch xxl.de sorgt für Klarheit.
Diese Geschichte sorgt vor einiger Zeit für Schlagzeilen und Lacher. Vor lautet Ärger über eine Nachfforderung rollte ein Landwirt in Belgien eine Schubkarre voller Kleingeld zum örtlichen Finanzamt. Die Beamten der Behörden waren perplex, nahmen die Münzen aber an – und zählten stundenlang nach. In Deutschland wäre das nicht passiert.
Auch Du hast im Laufe der Zeit mal wieder jede Menge Kleingeld gesammelt? Dein Portemonnaie quillt über, das Sparschwein ist voll. Also nix wie hin zum nächsten Supermarkt? An der Supermarkt-Kasse ist allerdings nicht alles erlaubt. Das Münz-Gesetz regelt, ab wann eine Zahlung abgelehnt werden darf.
In Paragraf 3 des Münzgesetzes steht es eindeutig: „Erfolgt eine einzelne Zahlung sowohl in Euro-Münzen als auch in deutschen Euro-Gedenkmünzen, ist niemand verpflichtet, mehr als 50 Münzen anzunehmen.“


So viel Kleingeld haben die meisten Deutschen in der Regel ohnehin nicht in ihren Brieftaschen. Laut einer Studie der Deutschen Bundesbank hat der durchschnittliche Deutsche gerade einmal 12 Münzen im Portemonnaie.
Sind die Münz-Automaten vor den Eingängen der Supermärkte eine Alternative? Denn dort kannst Du unbegrenzt Münzen loswerden. Aber es gibt zwei Nachteile:
Die Münzautomaten berechnen üblicherweise 10 bis 12 Prozent Gebühren – aus 50 Euro werden so nur 44 bis 45 Euro.
Und: Du erhälst oftmals keine Geldscheine, sondern einen Gutschein, der nur im jeweiligen Geschäft eingelöst werden kann.
Die Verbraucherzentrale rät vielmehr: Umtausch bei der Bundesbank. Das kostet nichts und die Menge ist unbegrenzt. Allerdings unterhält die Bundesbank nicht in allen Städten Filialen. Sicher ist diese Methode, Kleingeld loszuwerden, nur in den Landeshauptstädten, dort ist die Bundesbank mit einer Niederlassung vertreten.
Auch viele andere, kleinere, Banken und Sparkassen bieten Münzeinzahlungen auf das eigene Konto an: entweder kostenlos oder -leider ebenfalls – gegen Gebühr an. Die ist in der Regel immerhin günstiger als an den Supermarkt-Automaten.

Der Tipp: Eine andere Methode, das Kleingeld loszuwerden, ist die beste: an den Selbstbedienungskassen der Supermärkte gibt es keine Begrenzung. Immer nur reinwerfen, bis Dein Kleingeld weg ist. Zur Not müssen die anderen mal warten.
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