Freunde als Geldquelle: Wenn Deine Gäste bei Ihrem Besuch für Essen und Klo zahlen sollen
- Redaktion

- 19. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Neuer Trend verbreitet sich im Netz/ Fünf Euro für Nutzung der Toilette
Wenn das Schule macht! Beim Besuch von Freunden oder Verwandten werden die Gäste zur Geldquelle. Die Besucher zahlen für Essen, Getränke und Toilette. Zehn Euro beispielsweise für das servierte Schnitzel mit Bratkartoffeln. Und nochmal sechs Euro für den Klo-Busch inklusive Händewaschen. Die Freunde waren finanziell angezapft. Ein neuer Trend, der sich gerade im Internet verbreitet.
Wenn die Freunde zum Finanzier werden, so bald sie bei Dir zu Hause auftauchen:
Sie wissen schon vorher Bescheid, dass sie sich beim Betreten Deiner Wohnung auf kostenpflichtige Handlungen, Dienstleistungen, Sanitär-Nutzung und Service einstellen müssen. Und präsentieren Dir bei Deinem nächsten Besuch bei ihnen ebenfalls eine Rechnung. Damit kann der Freundeskreis zunächst und damit die Zahl der kostenpflichtigen Besucher erheblich ausgeweitet. Je mehr Gäste, desto höher die Einnahmen.

Zur Begrüßung ein selbst gemixter Cocktail, randvoll gefüllt? Bitte sehr, macht – Freundschaftspreis – acht Euro. Du, lieber Gast, kannst gern später zahlen. Denn es kommt ja noch einiges dazu: Das Hühnchen nach einem spanischen Rezept, mit Schmorkartoffeln. Kommt mit sechszehn Euro auf die Rechnung, die beim Verlassen der Wohnung vom Gast beglichen werden muß. Dort finden sich dann auch Vanille-Pudding mit Sahne als Nachtisch ( sechs Euro) und der auffallend lange Klo-Besuch( fünf Euro plus zwei Euro wegen Überziehung) wieder.
Der Gast als Geldquelle – moralisch verwerflich oder heutzutage grundsätzlich in Ordnung. Gerade in Zeiten stark gestiegener Preise- für Lebensmittel, die dann der Gast bei Dir zu Hause vertilgt. Und die Wasser-Spülung, und, und,und. Weitaus weniger Bundesbürger als früher leisten sich noch ein leckeres Essen im feinen Restaurant. Zu teuer, zu oft geschlossen. Und dann sollst Du als Gastgeber alles gratis spendieren? Wer weiß, wann Du selbst mal wieder eingeladen wirst.

Die neue Kosten-Nutzen-Analyse wird zur Zeit im Netz stark diskutiert. Anlass: ein Post bei Instagram, verfasst vom Creator -Paar Celine und Justin. Zitat: „Wir schämen uns absolut nicht zu sagen. das wir von jedem unserer Gäste Eintritt verlangen. Um genau zu sein. Nehmen wir 7,70 Euro von jedem, der uns besuchen kommt“.
Zwar bezeichnete das Paar nach heftigen Reaktionen ihren Post als „Satire“. Doch nun war es spät. Die Diskussionen um Pro und Contra der Gäste-Gebühr war in den letzten Tagen nicht zu stoppen.

Mit der Erklärung dieses Trends befasst sich inzwischen auch die Psychologie. So warnt in der Zeitschrift “Brigitte“ die Psychologin Nora Dietrich vor möglichen Folgen: Die Gäste-Gebühr könne Nähe und Spontanität kosten, dass wäre ein hoher Preis. Allerdings sei es im Urlaub mit Freunden ja auch häufig angesagt, sich die Kosten zu teilen. Niemand sollte jedenfalls durch eine Gäste-Gebühr ins moralische Abseits geraten oder sich unter Druck gesetzt fühlen. Selbstverständlich sollte den Gästen schon vor ihrem Besuch klar sein, dass für sie der Abend mit einer Rechnung endet. Entrüstet absagen? Oder Gleiches mit Gleiches vergelten und ebenfalls nach dem Gegen-Besuch eine Rechnung für die Freunde ausstellen?
Sparfischxxl.de meint: Insgesamt gesehen keine gute Idee. Bei Geld endet die Freundschaft -dieser alte Spruch ist immer noch wahr. Lieber Aufwand und Essen an die eigenen Möglichkeiten anpassen – das wird jeder echte Freund verstehen.




















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